Schnitztechnik mit dem Messer- Teil 2

Immer vom Körper weg schnitzen! Wer das befolgt wird sich beim Schnitzen sehr einschränken. Das Schnitzen in Richtung des Körpers gilt als gefährlich. Wie du dennoch sicher schnitzt und dabei das Messer in deine Richtung bewegst, das zeige ich dir in diesem Blogbeitrag.

Sicher schnitzen und dabei auf den Körper zu arbeiten ist kein Widerspruch. Die Techniken die ich dir nun zeigen möchte sind kaum gefährlich, wenn du sie richtig ausführst. Grundsätzlich ist es wichtig, dass du immer kontrollierte Schnitte machst und das die Messerschneide immer vor deinen Körper stoppt. Für den Anfang ist es auch hilfreich den Körper durch Schutzkleidung vor Verletzungen zu bewahren, wenn die Technik noch nicht sicher beherrscht wird. Besonders bei Kindern ist das zu empfehlen.

Gegen den Daumen schnitzen

Diese Technik ist eignet sich für feine Schnitte am Ende eines Werkstückes oder zum bearbeiten des Hirnholzes.

so greifst du das Messer

Du legst das Messer in die offene Hand und umschließt den Messergriff mit deinen Fingern. Die Schneide zeigt in die Richtung deines Daumens. Nun nimmst du die Werkstück mit der zweiten Hand. Der Daumen der Messerhand stützt sich am Holz ab. Die Schneidbewegung wird durch das schließen der Hand erzeugt. Du musst darauf achten, dass

der Daumen unter der Schneide bleibt, so dass die Messerschneide, wenn die das Werkstück verlässt, nicht gegen den Daumen kommt. Um den ziehenden Schnitt zu erzeugen, bewegst du die Schneide vom Griff Richtung Messerspitze oder in die andere Richtung.

gegen den Daumen schnitzen

Es ist auch möglich, das die Schneide am Ende des Schnittes den Daumen berührt. Wenn du das Messer nicht auf den Daumen ziehst, wirst du dich nicht in den Daumen schneiden. Ich empfehle dir, ein Heftpflaster auf diese Stelle zu machen, denn wenn die Haut dünn ist, kannst du dich dennoch schneiden.

Schutz für den Daumen

Du kannst mit den Fingern der anderen Hand deine Messerhand durch schieben unterstützen. So hast du mehr Kraft und die Schnitzbewegung wird auch sicherer.

mit Unterstützung

 

Das Gegenschnitzen

Für kontrollierte lange Schnitte kannst du diese Technik verwenden. Hierzu nimmst du dein Werkstück und stützt es an deinem Körper ab. Du kannst es gegen die Brust oder gegen den Bauch stützen. Du hälst das Messer so, dass die Schneide nach innen zeigt. Während die eine Hand das Werkstück hinter der Messerhand festhält, führt die andere Hand die Schnittbewegung in Körperrichtung aus. Die Schnittbewegung kommt aus dem Ellenbogen. Achte auch auf den ziehenden Schnitt.

das Gegenschnitzen

Diese Technik wird sicher, wenn du deine Arme fest gegen deinen Körper drückst. Dadurch ist die Bewegung deiner Messerhand so eingeschränkt, dass du dich nicht in die Brust oder in den Bauch schneiden kannst. Wenn du dir mehr Sicherheit wünschst, dann kannst du eine Lederschürze oder eine Schürze aus dickem Baumwollstoff tragen.

mit Unterstützung

Auch bei dieser Technik kannst du wieder die Messerhand mit den Fingern der anderen Hand unterstützen. Hierzu legst du am besten beide Hände ineinander und schiebst dann die Hand mit dem Messer aus der anderen Hand heraus.

 

 

Eine gute Basis

Auch wenn es noch einige Techniken für das Schnitzen mit dem Messer gibt, so hast du nun eine gute Basis. Wenn du diese Grundtechniken beherrscht, kannst du die meisten Schnitzarbeiten aus der freien Hand erledigen. Zum Lernen ist es oft ganz gut, wenn du jemanden auf die Finger schauen kannst. Dafür gibt es ein Video.

Ein Gedanke zu „Schnitztechnik mit dem Messer- Teil 2“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.