Hakenleiste- es geht weiter

Bisher hast du ein Grundbrett und die Haken hergestellt. Nun geht es weiter. Ich beschreibe, wie du die Form des Grundbrettes gestalten kannst und wie du die Haken befestigst. 

Form des Grundbrettes

Die Form des Grundbrettes kannst du gestalten, so wie ich es in dem Video gemacht habe. Du kannst aber auch eine einfache rechteckige Form oder eine eigene Form finden. In dem Video habe ich eine Form gewählt, bei der ich viele verschiedene Techniken zeigen kann. 

Zeichne dir die gewünschte Form auf das Brett. Wenn du viel Material entfernen musst, kannst du die grobe Form mit der Axt ausarbeiten. Achte darauf, dass deine Schnitte die Holzfasern stets in einen spitzen Winkel anschneiden (Abb. 1). Du schneidest also stets von Außen nach Innen. Wenn du eine Konkave schmale Fläche an deinem Brett ausarbeiten möchtest, dann ist es hilfreich einen Stoppcut mit der Säge oder mit der Axt zu machen (Abb. 2). Besonders sorgfältig musst du an der tiefsten Stelle arbeiten. Hier treffen die beiden Schnitte. Achte darauf, dass du ganz feine Späne mit einem ziehenden Schnitt schneidest, und dass du nicht in den Bereich reinschneidest, in dem die Kurve wieder ansteigt. 

Abb. 2

Nachdem du die Form herausgearbeitet hast, kannst du die Kanten bearbeiten, in dem du eine kleine Phase anschneidest. Achte hier auch wieder auf die Schnittrichtung. Schau dir noch einmal dein Werkstück an und bearbeite noch einmal die Stellen, mit denen du nicht zufrieden bist. Die Rückseite kannst du vernachlässigen. 

Löcher bohren

Nun ist es Zeit die Löcher für die Haken zu bohren. Ich habe einen Schlangenbohrer verwendet, den ich mit einer Bohrwinde angetrieben habe. Du kannst auch einen Forstnerbohrer oder einen Spiralbohrer für Holz verwenden. Den Durchmesser wählst du nach deinem Haken oder du bearbeitest den Haken so, dass er zu deinen Bohrer passt, den du verwenden willst. Der Zapfen des Hakens sollte etwas dicker als das Bohrloch sein. 

Wenn du auch einen Schlangenbohrer verwendest, dann solltest du zum Bohren auch eine Bohrwinde verwenden. Nimmst du eine Maschine, dann stell eine geringe Drehgeschwindigkeit ein. Ein Schlangenbohrer hat eine Spitze, welche mit einem Gewinde versehen ist. Diese Spitze sorgt für den Vortrieb. Bei einer schnellen Drehbewegung geht der Bohrer mit einem hohen Vortrieb in das Material, was bei einem kleinen Brett zu einem unsauberen Bohrloch führt. 

Die Löcher bohrst du von der Vorderseite deines Brettes. Du bohrst allerdings nur so weit, bis die Zentrierspitze auf der Rückseite durch die Oberfläche bricht. Nun bohrst du von der Rückseite das Loch fertig. So kannst du verhindern, dass das Loch auf der Rückseite unsauber wird, da die Holzfasern ausreißen können, wenn du in einem Arbeitsgang durch bohrst. 

Ich habe die Bohrlochränder mit einem Messer angefast. Hierbei musst du auch wieder auf die Schnittrichtung achten. Stell dir vor, dein Bohrloch ist eine Uhr, wobei die Holzfasern waagerecht stehen. Du schneidest nun von 3.00 Uhr nach 12.00 Uhr, von 3.00 Uhr nach 6.00 Uhr, von 10.00 Uhr nach 12.00 Uhr und von 10.00 Uhr nach 6.00 Uhr (Abb. 3). 

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Haken einpassen und verkeilen

Die Zapfen der Haken musst du nun in die Bohrlöcher einpassen. Mit dem Schnitzmesser schnitzt du den Zapfen passend, so das er gut in das Loch passt. Nun sägst du eine Schlitz in den Zapfen. Die Tiefe dieses Schlitzes entspricht der Brettdicke abzüglich 2mm. Die Ausrichtung dieses Schlitzes soll so sein, dass er quer zu der Faserrichtung des Brettes steht. Nun kannst du noch einmal die Passung kontrollieren: der Zapfen muss so passen, das der Schlitz nicht zusammengedrückt wird. 

Nun schneide zwei Keile- an der dünnen Seite 0,5 mm, an der Dicken 2- 3 mm. Die Länge soll der Brettdicke zuzüglich 3-4 mm entsprechen. Du kannst für die Keile die Holzleiste verwenden, von der du die Haken gefertigt hast. Achte darauf, dass die Keile nicht zu breit sind.

Die Keile schlägst du in den gesetzten Zapfen. Verwende einen gewöhnlichen Hammer. Achte darauf, dass die Hammerschläge den Keil senkrecht von oben treffen. Wenn die Hammerschläge nicht richtig sitzen, dann kann der Keil leicht abbrechen. Denn überstehenden Keil sägst du bündig ab. 

An die Wand

So, nun muss deine Hakenleiste noch an die Wand. Ich habe Linsenkopfschrauben mit einem Schlitz aus Messing verwendet. In das Brett deiner Hakenleiste bohrst du dafür die entsprechenden Löcher. Das Bohrloch bearbeitest du mit einem Krauskopf (Werkzeug zum Aufreiben, Anfassen eines Bohrlochs), so dass der Schraubenkopf hineinpasst. Bevor du deine Hakenleiste an die Wand schraubst kannst du sie noch mit Leinöl behandeln. Und nun viel Spass beim Abhängen…

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