Hakenleiste

Es gibt ja so einiges, was du aufhängen könntest. Schlüssel, Klamotten, Hundeleinen, Handtücher- eine Hakenleiste gibt den Dingen einen Platz, sie liegen nicht herum und du musst sie nicht suchen. Wenn du sie selber machst, dann ergibt sich wieder ein schönes Projekt, bei dem du die Schnitztechniken ausprobieren und üben kannst. 

Material

Für eine Hakenleiste eignet sich eigentlich jedes Holz das dir gefällt und was du gut schnitzen kannst. In dem Projektvideo habe ich Kirschholz verwendet. Wichtig ist, dass du einen geraden Faserverlauf und keine Unregelmäßigkeiten wie eingewachsene Äste haben. Das Kirschholz, welches ich verwendet habe, hatte keinen optimalen Faserverlauf. Du wirst sicherlich ein geeigneteres Stück finden, dann sparst du dir viel Arbeit mit der Axt. 

Das Projekt Hakenleiste bietet viel Raum für die eigene Gestaltung. So kann die Größe, die Form und die Anzahl der Haken nach den Erfordernissen gewählt werde. Die Arbeit ist leichter, wenn das Grundbrett nicht ganz so breit ist. Wenn du merkst, dass dir das Schnitzen mit einer bestimmten Holzart schwer fällt, dann suche dir ein anderes Holz. Ich finde, dass sich frische Birke gut mit dem Schnitzmesser bearbeiten lässt. 


Zurichten der Teile

Du brauchst ein Grundbrett und eine quadratische Leiste, aus der du die Haken schnitzen kannst. Sie sollte so lang sein, dass sie für die Anzahl der Haken reicht und das du die Leiste gut festhalten kannst, wenn du den letzten Haken schnitzt. Weiterhin brauchst du noch für jeden Haken einen kleinen Keil welche du aus dem Rest der Leiste herstellen kannst.

Für das Projektvideo habe ich ein Grundbrett in der Größe 160x80x12 mm hergestellt. Es ist wichtig, dass dein Brett nicht dünner als 10 mm ist. Die Leiste für die Haken hatte einen Querschnitt von 13 mm. 

Die Teile werden aus einem Stammholz herausgespalten. Zuerst teilst du das Holz in der Mitte. Aus einem der Hälften Spaltest du dann dein Grundbrett. Das Spalten habe ich hier beschrieben. Aus dem übrig gebliebenen Holz spaltest du dann die Leiste für die Haken. 

Nun bearbeitest du das Grundbrett so, dass es auf einer Seite eben ist. Diese Seite zeigt dann zur Wand, wenn du deine Hakenleiste daran anbringst. Die zweite Seite soll parallel zur Ersten verlaufen. Dies Arbeit kannst du mit der Schnitzaxt durch das Behauen oder durch Schubschnitte erledigen. Alternativ kannst du auch ein Messer verwenden. Hier ist es wichtig, dass die Oberfläche ansprechend aussieht. Achte darauf, dass keine Fasern ausreißen. Die beiden Schmalflächen bearbeitest du so, dass dein Brett die gewünschte Breite hat. 

Nun gestaltest du die Oberfläche der Seite, die später sichtbar ist. Hierzu setzt du mit dem Schnitzmesser kleine saubere Schnitte über die gesamte Oberfläche. Wenn du merkst, dass die Fasern beim Schneiden ausreißen wechselst du die Schnittrichtung. Ziel ist es eine Oberfläche zu erreichen, auf der du die Messerschnitte erkennen kannst. 

Jetzt widmest du dich der Leiste. Bearbeite die Leiste mit der Axt und dem Messer so, dass du einen gleichmäßigen quadratischen Querschnitt hast. 


Haken schnitzen

Die Form der Haken, die ich für das Video geschnitzt habe ist komplex. Du kannst auch eine einfache Form Wählen. Wichtig ist jedoch der Teil, der in das Brett gesteckt wird. Das ist ein Rundzapfen, der präzise gefertigt werden muss. Ausgehend von dem Bohrer, den du später verwenden wirst, musst du einen Rundzapfen mit dem entsprechenden Durchmesser an die Leiste schnitzen. 

Du beginnst am Ende der Leiste. Schneide mit dem Messer 20 mm vom Ende die Ecken der Leiste weg, so dass auf diese Länge ein gleichmäßig achteckiger Querschnitt entsteht. Achte darauf, dass dieses achteckige Ende nicht spitz zuläuft. Nun schneidest du die acht Ecken weg, so das ein sechszehneckiger Querschnitt entsteht. So arbeitest du immer weiter, bis du einen Runden Zapfen hast. 

Für den Rest des Hakens, der aus dem Grundbrett hervorsteht, kannst du die Form frei wählen. Für meine Haken habe ich zunächst an alle vier Seiten eine Kerbe angebracht. Anschließend habe ich eine Seite zwischen der Kerbe und dem Zapfen ausgehöhlt, so dass die Gegenstände, welche angehängt werden, nicht herunterrutschen. Hierzu habe ich in der Mitte eine weitere Kerbe gemacht und anschließend von beiden Seite die Fläche ausgehöhlt. 

Nun werden an die Kanten kleine Fasen geschnitten. Der fertige Haken wird von der Leiste abgeschnitten und die Schnittfläche wird verputzt. Aus der verbleibenden Leiste schnitzt du nun einen weiteren Haken. 


Wie gehts weiter

Im nächsten Teil beschreibe ich wie du die Form des Grundbrettes schnitzt, die Löcher für die Zapfen bohrst und wie du diese ohne Leim befestigst. Bis zum Nächsten mal in der Grünholzwerkstatt.

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